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Kurzzusammenfassung
Inhaltsverzeichnis
Zur Serie »Höfische Repräsentation«
Kurzzusammenfassung
Das Bonner Residenzschloss war Sitz eines der
ranghöchsten Reichsfürsten und Zentrum der
Bonn-Brühler Schlösserlandschaft. Die vorliegende
Studie ist eine grundlegende Neubearbeitung von Planungs-,
Bau und Ausstattungsgeschichte des barocken Neubaus zwischen
1697 und 1777, unter ausführlicher
Berücksichtigung der Vorgängerbauten.
Sie erhellt ein bislang zu wenig erforschtes Feld der
rheinischen Geschichte und Kunstgeschichte und basiert auf
umfassender Auswertung bislang teilweise ungenutzter
Archivalien. Zwanzig besonders aussagekräftige
Schriftquellen sind als kommentierte Transkriptionen in den
Anhang aufgenommen. Hinzu kommt ein kritischer Katalog der
Architektur- und Dekorationszeichnungen sowie der
historischen Ansichten.
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Inhaltsverzeichnis
TEILBAND I
Dank
Einleitung
DAS BONNER RESIDENZSCHLOSS IM JAHRE 1777
I. Hauptbau
- 1. Sichtbare Trakte des Alten Schlosses
- 1.1 Ferdinandbau
1.2 Pagenbau und Heilig-Grab-Flügel
2. Neues Schloss
- 2.1 Ehrenhof
2.2 Großer Innenhof
2.3 Nordwest- oder Stadtseite
2.4 Südost- oder Hofgartenseite
II. Südöstliche Anbauten
- 1. Buen Retiro, Kleiner Retiro und Ballhaus
- 1.1 Buen Retiro
1.2 Kleiner Retiro
1.3 Ballhaus
2. Küchenbau
III. Galerieflügel
- 1. Galerietrakt
2. Koblenzer-Tor-Flügel
DAS KURFÜRSTLICHE BAUWESEN: QUELLEN UND ORGANISATION
I. Rechnungsführung und Überlieferungslücken
II. Bild- und Schriftquellen
- 1. Nachlass Robert de Cottes
2. Weitere Korrespondenzen und Inventarverzeichnisse
3. Weitere Planzeichnungen und Dekorationsentwürfe
4. Ordnungen, Gesandtschaftsprotokolle und
Reisebeschreibungen
DAS ALTE SCHLOSS BIS 1777
I. Baugeschichte
- 1. Literatur- und Forschungsbericht
2. Baubefunde
- 2.1 Keller
- Keller 1 mit Keller 4
Keller 2
Keller 3 mit Keller 5
Keller 3 und der Umbau des Ferdinandbaus
Zusammenfassung
2.2 Aufgehender Bau
3. Revision der Baugeschichte
- 3.1 Das Schloss bis zum 16. Jahrhundert
3.2 Das Schloss im 16. Jahrhundert
3.3 Das Schloss im 17. und 18. Jahrhundert
- Baumaßnahmen Ferdinands
Baumaßnahmen Max Heinrichs
Beschädigung 1689 und Wiederherstellung
Umbauten im Zuge des Neubaus Joseph Clemens'
Baumaßnahmen Clemens Augusts und Max Friedrichs
4. Umbau- und Erweiterungsplanungen bis 1777
II. Distribution und Nutzung bis 1777
- 1. Literatur- und Forschungsbericht
2. Bauliche Struktur des Alten Schlosses
3. Hofkapelle und unmittelbare Umgebung
4. Im Ferdinandbau untergebrachte Appartements und
Funktionsräume
- 4.1 Appartement im Hauptgeschoss seit der Zeit Joseph
Clemens'
4.2 Obergeschoss seit der Zeit Joseph Clemens'
5. Heilig-Grab-Flügel und Pagenbau
III. Zusammenfassung und Ausblick
IV. Exkurs: Bonner Schlossbau Salentins von Isenburg
DAS NEUE SCHLOSS BIS 1777
I. Baugeschichte
- 1. Literatur- und Forschungsbericht
2. Revision der Baugeschichte
- 2.1 Hauptbau
- 1697–1702
1704–1714
1715–1733
1744–1753
1761–1768
2.2 Buen Retiro, Ballhaus und Kleiner Retiro
- Buen Retiro
Ballhaus
Kleiner Retiro
2.3 Küchenbau
2.4 Galerieflügel
- 1716–um 1730
1743–1745
1747–1755
1761–1771
3. Entwicklung des baulichen Umfelds
- 3.1 Unmittelbare städtische Umgebung des Hauptbaus
3.2 Stallungen und Remisen
3.3 Hofgarten und Stadtbefestigung
- 1715–1723
1725–1726
1739–1745
1749–1757
1770–1774
3.4 Heutiger Stadtgarten
3.5 Gärten des Buen Retiro
4. Ergebnis und Perspektive
II. Planungsgeschichte
- 1. Literatur- und Forschungsbericht
2. Beteiligte Kräfte
- 2.1 Joseph Clemens
2.2 Clemens August
2.3 Max Friedrich
2.4 Architekten
3. Hauptbau
- 3.1 Planungen bis 1713
- Beschreibung und Analyse
Würdigung
3.2 Planungen 1714
3.3 Planungen 1715–1716
3.4 Endgültige Planung
3.5 Exkurs: Geplante Marginalisierung des Hauptbaus
1713–1714
- Die drei Ideen Joseph Clemens'
De Cottes Projekt B
4. Buen Retiro und Küchenbau, Ballhaus, Kleiner
Retiro und Zwickelbau
- 4.1 Buen Retiro und Küchenbau
- Planungen 1714
Planungen 1715–1717
4.2 Ballhaus, Kleiner Retiro und Zwickelbau
5. Galerieflügel
- 5.1 Planungen Joseph Clemens'
- Galerieflügel
Kopfbau
5.2 Planungen Clemens Augusts
- Projekt der 1720er Jahre
Alternativprojekt
Adaption der Projekte
Detail- und Ausführungsplanung
Schriftlich überlieferte Planung zum Kopfbau
Zuschreibungsfragen
6. Bauliches Umfeld
6.1 Städtisches Umfeld
- Umfeld des Hauptbaus
Umfeld des Galerieflügels
6.2 Gärten
- Hofgarten und Stadtgarten
Blickachse nach Poppelsdorf und Gärten des Buen Retiro
III. Grundrissdistribution und Dekoration
- 1. Beteiligte Kräfte
- 1.1 Joseph Clemens
1.2 Clemens August
1.3 Max Friedrich
1.4 Henrico Zuccalli und Antonio Riva
1.5 Robert de Cotte
1.6 Gilles-Marie Oppenord
1.7 Benoît de Fortier und Guillaume Hauberat
1.8 Michel Leveilly
1.9 Stephan Laurenz de La Roque
1.10 François de Cuvilliés
1.11 Johann Adolf Biarelle
1.12 Balthasar Neumann und Johann Georg Leydel
1.13 Johann Heinrich Roth
1.14 Etienne Dupuis
1.15 Ausführende
2. Großes Appartement
- 2.1 Bezeichnung, Literatur- und Forschungsbericht
2.2 Planungs- und Ausstattungsgeschichte
- Planungen bis 1713
Planungen 1713–1715
Planungen und Festlegung 1716–1721
Zusammenfassung der Planungsgeschichte
Raumbezeichnungen und provisorische Nutzung
Ausstattungsgeschichte
2.3 Räume
- E.02 und T.01: Vestibül und Große Marmortreppe
H.01: Gardensaal
H.02: Gardensaal (Interimsgardensaal)
H.03: Papstzimmer (Ritterstube)
H.04: Kurfürstensaal (Vorzimmer)
H.05: Großer Turmsaal (Speisesaal)
H.06: Telemachzimmer (Audienzzimmer)
H.07: Bayerisches Zimmer
H.08: Großes Schlafzimmer
H.09: Gobelinzimmer
H.10: Bibliothek
H.11: Rotes Kabinett
H.12: Alte Galerie
H.13: Zimmer neben der Galerie
3. Altes Gelbes Appartement
- 3.1 Bezeichnung, Literatur- und Forschungsbericht
3.2 Planungs- und Ausstattungsgeschichte
- Planungsgeschichte
Ausstattungsgeschichte
3.3 Räume
- H.34: 1723: Kleine Galerie (Vorgarderobe)
H.35: Antichambre
H.36: Schlafzimmer
H.37: Kabinett
H.38: Retirade
4. Buen Retiro
- 4.1 Bezeichnung, Literatur- und Forschungsbericht
4.2 Planungs- und Ausstattungsgeschichte
- Planungsgeschichte
Ausstattungsgeschichte
4.3 Räume
- H.14: Großer Turm- oder Gardensaal (des Buen Retiro)
H.15: Deutschmeistergalerie (Ritterstube)
H.16: Antichambre (Vorzimmer)
H.17: Audienzsaal (Audienzzimmer)
H.18: Großes Schlafzimmer
H.19: Großes Grünes Kabinett
H.20: Kleines Schlafzimmer
H.21: Badezimmer
H.22 und Z.22: Hinter dem Bad
H.23: Garderobe
H.24: Rosenkabinett
H.25: Boudoir
5. Kleiner Retiro
- 5.1 Bezeichnung, Literatur- und Forschungsbericht
5.2 Rekonstruktion der Distribution
5.3 Planungs- und Ausstattungsgeschichte
- Planungsgeschichte
Ausstattungsgeschichte
5.4 Räume
- H.26: Antichambre
H.28: Oratorium
H.29: Kabinett
H.30: Schlafzimmer
H.31 und H.32: Kabinette
H.33: Garderobe
6. Neues Quartier
- 6.1 Bezeichnung, Literatur- und Forschungsbericht
6.2 Planungs- und Ausstattungsgeschichte
- Planungsgeschichte
Ausstattungsgeschichte
6.3 Räume
- H.60: Erste Antichambre (Ritterstube)
H.61: Zweite Antichambre (Vorzimmer)
H.62: Audienzsaal (Audienzzimmer)
H.63: Schlafzimmer
H.64: Kabinett
H.65: Hinterkabinett
H.66–H.69: Hintergarderobe und Entresols, Retirade
7. Neues Appartement
8. Sommerappartement
- 8.1 Bezeichnung, Literatur- und Forschungsbericht
8.2 Planungs- und Ausstattungsgeschichte
- Planungsgeschichte
Ausstattungsgeschichte
8.3 Räume
- E.15: Erstes Zimmer (Ritterstube) / 1723: Unterer
Kleiner Tanzsaal
E.16: Zweites Zimmer (Vorzimmer) / 1723: Tagkabinett
E.17: Grottenzimmer (Speisezimmer) / 1723: Unterer
Speisesaal
E.18: Miniaturenzimmer (Audienzzimmer) / 1723:
Nachtkabinett
E.19: Sommerschlafzimmer / 1723: Kabinett
E.20: Alte Retirade / 1723: Kleines Gewölbe hinter der
Sakristei
E.21: Grünes Kabinett
E.22: Retirade
E.32: 1723: Kleines Gewölbe oder Retirade
E.33: 1723: Vorfletz des Unteren Saals
9. Gästeappartements (Planungen)
10.Hauptgeschoss des Galerieflügels
- 10.1 Literatur- und Forschungsbericht
10.2 Planungs- und Ausstattungsgeschichte
- Planungsgeschichte
Ausstattungsgeschichte
10.3 Räume
- H.58: Büffetsaal
H.59: Speisesaal (ab 1761)
H.70: Große Galerie
H.71: Akademiesaal
H.72–H.75: Naturalzimmer (Ausbau ab 1768)
H.76: Hauptgeschoss östlich des Michaelstores
11. Verwaltungs-, Funktions- und Wohnräume in Erd-, Ober-
und Dachgeschoss
- 11.1 Literatur- und Forschungsbericht
11.2 Planungs- und Nutzungsgeschichte
- Erdgeschoss des Hauptbaus
Erdgeschoss des Buen Retiro und Ballhaus
Erdgeschoss des Küchenbaus und des Galerieflügels
Ober- und Dachgeschoss des Hauptbaus
11.3 Räume
- E.12: Konferenzzimmer der Geheimen Kanzlei
E.14: Alte Schatzkammer
E.23: Neue Schatzkammer
E.87–E.94: Hoftheater
Ausblick
Katalog
- A.01–A.63: Residenzschloss, Architektur- und
Dekorationszeichnungen
B.01–B.17: Residenzschloss, historische Ansichten
C.01–C.30: Kontext
TEILBAND II
Quellenanhänge
- 1. Erläuterung zum Situationsplan BnF Est. R. de C. 115
(Kat. Nr. A.01)
2. Erläuterung zum Situationsplan BnF Est. R. de C. 118
(Kat. Nr. A.02)
3. Erläuterung zum Situationsplan BnF Est. R. de C. 119, 110
(Kat. Nr. A.04, A.05)
4. Erläuterung zum Situationsplan BnF Est. R. de C. 147
(Kat. Nr. A.04, A.38)
5. Erläuterung zum Entwurf für ein Deckengemälde in der
Alten Galerie (H.12)
6. Erläuterung zu den Grundrissen BnF Est. R. de C. 111,
112. (Kat. Nr. A.06, A.07)
7. Brief Joseph Clemens' an Jules Hardouin-Mansart vom 1.
April 1707
8. Brief Benoît de Fortiers an Robert de Cotte vom 21.
Oktober 1715
9. Memoire Etienne Dupuis' vom 6. Januar 1760
10. Inventarverzeichnis 1694
11. Inventarverzeichnis 1723
12. Inventarverzeichnis der kurfürstlichen Wohnräume vom 18.
November 1723
13. Auszug aus einer Erläuterung über zusätzliche
Vermögenswerte
14. Verzeichnis leerer Rahmen und der Kaminmontierungen
15. Inventarverzeichnis 1748
16. Inventarverzeichnis gegen 1755
17. Inventarverzeichnis 1761
18. Inventarverzeichnisse 1802
19. Lastenverzeichnis 1810
20. Verzeichnis des abzubrechenden Mauerwerks 1777
Quellenverzeichnis
Literaturverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Abbildungslegenden
Abbildungsnachweis
Personenregister
Orte
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Zur Serie
»Höfische Repräsentation und kirchliche
Auftraggeberschaft der wittelsbachischen Erzbischöfe im
Kurfürstentum Köln im 18. Jahrhundert«
Seit dem 16. Jahrhundert regierten im
Kurfürstentum Köln ausschließlich
Erzbischöfe aus dem Hause Wittelsbach. Besonders unter
Joseph Clemens (reg. 1688–1723) und seinem Nachfolger
Clemens August (reg. 1723–61) wurden in der
rheinischen »Sekundogenitur« künstlerische
Anstrengungen ins Werk gesetzt, die im Feld der
höfischen Repräsentation wie der geistlichen
Auftraggeberschaft dem Rang des Amtes und der
Familienzugehörigkeit gleichermaßen sehr
nachdrücklich Rechnung trugen. Dabei spielten
internationale, zwischen Italien und Frankreich wechselnde
Maßstäbe ebenso eine komplexe Rolle wie heimische
Traditionen. Diese für die Kunstgeschichte der Neuzeit
in Deutschland bedeutenden, jedoch lange nicht angemessen
gewürdigten Verhältnisse hat ein von der Deutschen
Forschungsgemeinschaft gefördertes Projekt an der
Universität Bonn unter der Leitung von Georg Satzinger
auf breiter, vielfach neuer Quellengrundlage in dezidiert
vergleichender Perspektive untersucht. Die Ergebnisse dieser
Grundlagenforschung, die die Merkmale wittelsbachischer
Kunstpolitik im Rheinland auf vier zentralen Gebieten neu
beleuchten, werden in vier Teilbänden vorgelegt,
ergänzt durch einen gemeinsamen Tafelband mit der
Dokumentation der überaus reichen bildlichen Quellen
und Befunde.
Die fünf Bände Tholos 10.1-4 (zzgl. Tafelband)
präsentieren die Ergebnisse des DFG-Projektes
»Höfische Repräsentation und kirchliche
Auftraggeberschaft der wittelsbachischen Erzbischöfe im
Kurfürstentum Köln im 18. Jahrhundert«,
das unter der Leitung von Georg Satzinger an der
Universität Bonn durchgeführt wurde. Sie zeichnen
dank quellenintensiver Grundlagenforschung ein in vieler
Hinsicht völlig neues Bild der
Auftraggebertätigkeit in einem der wichtigsten
geistlichen Fürstentümer des Alten Reiches, das
zugleich ein Sonderfall war. Denn über fünf
Generationen hin blieb es Sekundogenitur der bayerischen
Wittelsbacher, deren Maßstäbe zwischen Bayern,
Italien, Frankreich, Spanien und dem Reich sich in komplexer
Weise auch am Rhein ausprägten. Dabei stellt sich
Joseph Clemens als eine der bedeutendsten
Auftraggeberpersönlichkeiten der Jahre um 1700 in
Deutschland heraus.
Die um einen gemeinsamen Tafelband ergänzten
Einzelbände, die eine umfassende Dokumentation der
bekannten und neuentdeckten Schrift- und Bildquellen
einschließen, entsprechen den vier
Arbeitsschwerpunkten des Projektes.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Forschungen zu Residenzen
bzw. zu fürstlicher Kunstpatronage im 17. und
18. Jahrhundert wird damit erstmals das
Kurfürstentum Köln, das auch aufgrund der
großen Substanzverluste bislang nachhaltig
unterschätzt wurde, in umfassender Weise in seinen
besonderen Bedingungen erkenn- und verstehbar gemacht.
Die Bände sind als Gesamtpaket wie auch einzeln jeweils
zusammen mit dem Tafelband erhältlich.
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