Eric Hartmann

Die Bonner Residenz der Kölner Erzbischöfe und Kurfürsten Joseph Clemens und Clemens August von Bayern

Tholos – Kunsthistorische Studien
Band 10.3
Herausgegeben von Georg Satzinger

2026, 1228 Seiten, 496 Abbildungen (zuzüglich Abbildungen im gemeinsamen Tafelband der Unterreihe, Tholos 10.5), Harteinband
2026, 1228 pages, 496 figures (plus the additional figures in the common plate volume of the sub-series, Tholos 10.5), hardcover

Ausgezeichnet mit dem »Paul-Clemen-Preis« 2020

ISBN 978-3-86887-032-9
Preis/price EUR 120,–

21 × 28cm (B×H), 5000g

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Aus dem Inhalt / from the book:

Kurzzusammenfassung
Inhaltsverzeichnis
Zur Serie »Höfische Repräsentation«

Kurzzusammenfassung

Das Bonner Residenzschloss war Sitz eines der ranghöchsten Reichsfürsten und Zentrum der Bonn-Brühler Schlösserlandschaft. Die vorliegende Studie ist eine grundlegende Neubearbeitung von Planungs-, Bau und Ausstattungsgeschichte des barocken Neubaus zwischen 1697 und 1777, unter ausführlicher Berücksichtigung der Vorgängerbauten.

Sie erhellt ein bislang zu wenig erforschtes Feld der rheinischen Geschichte und Kunstgeschichte und basiert auf umfassender Auswertung bislang teilweise ungenutzter Archivalien. Zwanzig besonders aussagekräftige Schriftquellen sind als kommentierte Transkriptionen in den Anhang aufgenommen. Hinzu kommt ein kritischer Katalog der Architektur- und Dekorationszeichnungen sowie der historischen Ansichten.

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Inhaltsverzeichnis

TEILBAND I

Dank

Einleitung

DAS BONNER RESIDENZSCHLOSS IM JAHRE 1777

I. Hauptbau

1. Sichtbare Trakte des Alten Schlosses
1.1 Ferdinandbau
1.2 Pagenbau und Heilig-Grab-Flügel
2. Neues Schloss
2.1 Ehrenhof
2.2 Großer Innenhof
2.3 Nordwest- oder Stadtseite
2.4 Südost- oder Hofgartenseite

II. Südöstliche Anbauten

1. Buen Retiro, Kleiner Retiro und Ballhaus
1.1 Buen Retiro
1.2 Kleiner Retiro
1.3 Ballhaus
2. Küchenbau

III. Galerieflügel

1. Galerietrakt
2. Koblenzer-Tor-Flügel

DAS KURFÜRSTLICHE BAUWESEN: QUELLEN UND ORGANISATION

I. Rechnungsführung und Überlieferungslücken

II. Bild- und Schriftquellen

1. Nachlass Robert de Cottes
2. Weitere Korrespondenzen und Inventarverzeichnisse
3. Weitere Planzeichnungen und Dekorationsentwürfe
4. Ordnungen, Gesandtschaftsprotokolle und Reisebeschreibungen

DAS ALTE SCHLOSS BIS 1777

I. Baugeschichte

1. Literatur- und Forschungsbericht
2. Baubefunde
2.1 Keller
Keller 1 mit Keller 4
Keller 2
Keller 3 mit Keller 5
Keller 3 und der Umbau des Ferdinandbaus
Zusammenfassung
2.2 Aufgehender Bau
3. Revision der Baugeschichte
3.1 Das Schloss bis zum 16. Jahrhundert
3.2 Das Schloss im 16. Jahrhundert
3.3 Das Schloss im 17. und 18. Jahrhundert
Baumaßnahmen Ferdinands
Baumaßnahmen Max Heinrichs
Beschädigung 1689 und Wiederherstellung
Umbauten im Zuge des Neubaus Joseph Clemens'
Baumaßnahmen Clemens Augusts und Max Friedrichs
4. Umbau- und Erweiterungsplanungen bis 1777

II. Distribution und Nutzung bis 1777

1. Literatur- und Forschungsbericht
2. Bauliche Struktur des Alten Schlosses
3. Hofkapelle und unmittelbare Umgebung
4. Im Ferdinandbau untergebrachte Appartements und Funktionsräume
4.1 Appartement im Hauptgeschoss seit der Zeit Joseph Clemens'
4.2 Obergeschoss seit der Zeit Joseph Clemens'
5. Heilig-Grab-Flügel und Pagenbau

III. Zusammenfassung und Ausblick

IV. Exkurs: Bonner Schlossbau Salentins von Isenburg

DAS NEUE SCHLOSS BIS 1777

I. Baugeschichte

1. Literatur- und Forschungsbericht
2. Revision der Baugeschichte
2.1 Hauptbau
1697–1702
1704–1714
1715–1733
1744–1753
1761–1768
2.2 Buen Retiro, Ballhaus und Kleiner Retiro
Buen Retiro
Ballhaus
Kleiner Retiro
2.3 Küchenbau
2.4 Galerieflügel
1716–um 1730
1743–1745
1747–1755
1761–1771
3. Entwicklung des baulichen Umfelds
3.1 Unmittelbare städtische Umgebung des Hauptbaus
3.2 Stallungen und Remisen
3.3 Hofgarten und Stadtbefestigung
1715–1723
1725–1726
1739–1745
1749–1757
1770–1774
3.4 Heutiger Stadtgarten
3.5 Gärten des Buen Retiro
4. Ergebnis und Perspektive

II. Planungsgeschichte

1. Literatur- und Forschungsbericht
2. Beteiligte Kräfte
2.1 Joseph Clemens
2.2 Clemens August
2.3 Max Friedrich
2.4 Architekten
3. Hauptbau
3.1 Planungen bis 1713
Beschreibung und Analyse
Würdigung
3.2 Planungen 1714
3.3 Planungen 1715–1716
3.4 Endgültige Planung
3.5 Exkurs: Geplante Marginalisierung des Hauptbaus 1713–1714
Die drei Ideen Joseph Clemens'
De Cottes Projekt B
4. Buen Retiro und Küchenbau, Ballhaus, Kleiner Retiro und Zwickelbau
4.1 Buen Retiro und Küchenbau
Planungen 1714
Planungen 1715–1717
4.2 Ballhaus, Kleiner Retiro und Zwickelbau
5. Galerieflügel
5.1 Planungen Joseph Clemens'
Galerieflügel
Kopfbau
5.2 Planungen Clemens Augusts
Projekt der 1720er Jahre
Alternativprojekt
Adaption der Projekte
Detail- und Ausführungsplanung
Schriftlich überlieferte Planung zum Kopfbau
Zuschreibungsfragen
6. Bauliches Umfeld 6.1 Städtisches Umfeld
Umfeld des Hauptbaus
Umfeld des Galerieflügels
6.2 Gärten
Hofgarten und Stadtgarten
Blickachse nach Poppelsdorf und Gärten des Buen Retiro

III. Grundrissdistribution und Dekoration

1. Beteiligte Kräfte
1.1 Joseph Clemens
1.2 Clemens August
1.3 Max Friedrich
1.4 Henrico Zuccalli und Antonio Riva
1.5 Robert de Cotte
1.6 Gilles-Marie Oppenord
1.7 Benoît de Fortier und Guillaume Hauberat
1.8 Michel Leveilly
1.9 Stephan Laurenz de La Roque
1.10 François de Cuvilliés
1.11 Johann Adolf Biarelle
1.12 Balthasar Neumann und Johann Georg Leydel
1.13 Johann Heinrich Roth
1.14 Etienne Dupuis
1.15 Ausführende
2. Großes Appartement
2.1 Bezeichnung, Literatur- und Forschungsbericht
2.2 Planungs- und Ausstattungsgeschichte
Planungen bis 1713
Planungen 1713–1715
Planungen und Festlegung 1716–1721
Zusammenfassung der Planungsgeschichte
Raumbezeichnungen und provisorische Nutzung
Ausstattungsgeschichte
2.3 Räume
E.02 und T.01: Vestibül und Große Marmortreppe
H.01: Gardensaal
H.02: Gardensaal (Interimsgardensaal)
H.03: Papstzimmer (Ritterstube)
H.04: Kurfürstensaal (Vorzimmer)
H.05: Großer Turmsaal (Speisesaal)
H.06: Telemachzimmer (Audienzzimmer)
H.07: Bayerisches Zimmer
H.08: Großes Schlafzimmer
H.09: Gobelinzimmer
H.10: Bibliothek
H.11: Rotes Kabinett
H.12: Alte Galerie H.13: Zimmer neben der Galerie
3. Altes Gelbes Appartement
3.1 Bezeichnung, Literatur- und Forschungsbericht
3.2 Planungs- und Ausstattungsgeschichte
Planungsgeschichte
Ausstattungsgeschichte
3.3 Räume
H.34: 1723: Kleine Galerie (Vorgarderobe)
H.35: Antichambre
H.36: Schlafzimmer
H.37: Kabinett
H.38: Retirade
4. Buen Retiro
4.1 Bezeichnung, Literatur- und Forschungsbericht
4.2 Planungs- und Ausstattungsgeschichte
Planungsgeschichte
Ausstattungsgeschichte
4.3 Räume
H.14: Großer Turm- oder Gardensaal (des Buen Retiro)
H.15: Deutschmeistergalerie (Ritterstube)
H.16: Antichambre (Vorzimmer)
H.17: Audienzsaal (Audienzzimmer)
H.18: Großes Schlafzimmer
H.19: Großes Grünes Kabinett
H.20: Kleines Schlafzimmer
H.21: Badezimmer
H.22 und Z.22: Hinter dem Bad
H.23: Garderobe
H.24: Rosenkabinett
H.25: Boudoir
5. Kleiner Retiro
5.1 Bezeichnung, Literatur- und Forschungsbericht
5.2 Rekonstruktion der Distribution
5.3 Planungs- und Ausstattungsgeschichte
Planungsgeschichte
Ausstattungsgeschichte
5.4 Räume
H.26: Antichambre
H.28: Oratorium
H.29: Kabinett
H.30: Schlafzimmer
H.31 und H.32: Kabinette
H.33: Garderobe
6. Neues Quartier
6.1 Bezeichnung, Literatur- und Forschungsbericht
6.2 Planungs- und Ausstattungsgeschichte
Planungsgeschichte
Ausstattungsgeschichte
6.3 Räume
H.60: Erste Antichambre (Ritterstube)
H.61: Zweite Antichambre (Vorzimmer)
H.62: Audienzsaal (Audienzzimmer)
H.63: Schlafzimmer
H.64: Kabinett
H.65: Hinterkabinett
H.66–H.69: Hintergarderobe und Entresols, Retirade
7. Neues Appartement
8. Sommerappartement
8.1 Bezeichnung, Literatur- und Forschungsbericht
8.2 Planungs- und Ausstattungsgeschichte
Planungsgeschichte
Ausstattungsgeschichte
8.3 Räume
E.15: Erstes Zimmer (Ritterstube) / 1723: Unterer Kleiner Tanzsaal
E.16: Zweites Zimmer (Vorzimmer) / 1723: Tagkabinett
E.17: Grottenzimmer (Speisezimmer) / 1723: Unterer Speisesaal
E.18: Miniaturenzimmer (Audienzzimmer) / 1723: Nachtkabinett
E.19: Sommerschlafzimmer / 1723: Kabinett
E.20: Alte Retirade / 1723: Kleines Gewölbe hinter der Sakristei
E.21: Grünes Kabinett
E.22: Retirade
E.32: 1723: Kleines Gewölbe oder Retirade
E.33: 1723: Vorfletz des Unteren Saals
9. Gästeappartements (Planungen)
10.Hauptgeschoss des Galerieflügels
10.1 Literatur- und Forschungsbericht
10.2 Planungs- und Ausstattungsgeschichte
Planungsgeschichte
Ausstattungsgeschichte
10.3 Räume
H.58: Büffetsaal
H.59: Speisesaal (ab 1761)
H.70: Große Galerie
H.71: Akademiesaal
H.72–H.75: Naturalzimmer (Ausbau ab 1768)
H.76: Hauptgeschoss östlich des Michaelstores
11. Verwaltungs-, Funktions- und Wohnräume in Erd-, Ober- und Dachgeschoss
11.1 Literatur- und Forschungsbericht
11.2 Planungs- und Nutzungsgeschichte
Erdgeschoss des Hauptbaus
Erdgeschoss des Buen Retiro und Ballhaus
Erdgeschoss des Küchenbaus und des Galerieflügels
Ober- und Dachgeschoss des Hauptbaus
11.3 Räume
E.12: Konferenzzimmer der Geheimen Kanzlei
E.14: Alte Schatzkammer
E.23: Neue Schatzkammer
E.87–E.94: Hoftheater

Ausblick

Katalog

A.01–A.63: Residenzschloss, Architektur- und Dekorationszeichnungen
B.01–B.17: Residenzschloss, historische Ansichten
C.01–C.30: Kontext

TEILBAND II

Quellenanhänge

1. Erläuterung zum Situationsplan BnF Est. R. de C. 115 (Kat. Nr. A.01)
2. Erläuterung zum Situationsplan BnF Est. R. de C. 118 (Kat. Nr. A.02)
3. Erläuterung zum Situationsplan BnF Est. R. de C. 119, 110 (Kat. Nr. A.04, A.05)
4. Erläuterung zum Situationsplan BnF Est. R. de C. 147 (Kat. Nr. A.04, A.38)
5. Erläuterung zum Entwurf für ein Deckengemälde in der Alten Galerie (H.12)
6. Erläuterung zu den Grundrissen BnF Est. R. de C. 111, 112. (Kat. Nr. A.06, A.07)
7. Brief Joseph Clemens' an Jules Hardouin-Mansart vom 1. April 1707
8. Brief Benoît de Fortiers an Robert de Cotte vom 21. Oktober 1715
9. Memoire Etienne Dupuis' vom 6. Januar 1760
10. Inventarverzeichnis 1694
11. Inventarverzeichnis 1723
12. Inventarverzeichnis der kurfürstlichen Wohnräume vom 18. November 1723
13. Auszug aus einer Erläuterung über zusätzliche Vermögenswerte
14. Verzeichnis leerer Rahmen und der Kaminmontierungen
15. Inventarverzeichnis 1748
16. Inventarverzeichnis gegen 1755
17. Inventarverzeichnis 1761
18. Inventarverzeichnisse 1802
19. Lastenverzeichnis 1810
20. Verzeichnis des abzubrechenden Mauerwerks 1777

Quellenverzeichnis

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungslegenden

Abbildungsnachweis

Personenregister

Orte

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Zur Serie »Höfische Repräsentation und kirchliche Auftraggeberschaft der wittelsbachischen Erzbischöfe im Kurfürstentum Köln im 18. Jahrhundert«

Seit dem 16. Jahrhundert regierten im Kurfürstentum Köln ausschließlich Erzbischöfe aus dem Hause Wittelsbach. Besonders unter Joseph Clemens (reg. 1688–1723) und seinem Nachfolger Clemens August (reg. 1723–61) wurden in der rheinischen »Sekundogenitur« künstlerische Anstrengungen ins Werk gesetzt, die im Feld der höfischen Repräsentation wie der geistlichen Auftraggeberschaft dem Rang des Amtes und der Familienzugehörigkeit gleichermaßen sehr nachdrücklich Rechnung trugen. Dabei spielten internationale, zwischen Italien und Frankreich wechselnde Maßstäbe ebenso eine komplexe Rolle wie heimische Traditionen. Diese für die Kunstgeschichte der Neuzeit in Deutschland bedeutenden, jedoch lange nicht angemessen gewürdigten Verhältnisse hat ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes Projekt an der Universität Bonn unter der Leitung von Georg Satzinger auf breiter, vielfach neuer Quellengrundlage in dezidiert vergleichender Perspektive untersucht. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung, die die Merkmale wittelsbachischer Kunstpolitik im Rheinland auf vier zentralen Gebieten neu beleuchten, werden in vier Teilbänden vorgelegt, ergänzt durch einen gemeinsamen Tafelband mit der Dokumentation der überaus reichen bildlichen Quellen und Befunde.

Die fünf Bände Tholos 10.1-4 (zzgl. Tafelband) präsentieren die Ergebnisse des DFG-Projektes »Höfische Repräsentation und kirchliche Auftraggeberschaft der wittelsbachischen Erzbischöfe im Kurfürstentum Köln im 18. Jahrhundert«, das unter der Leitung von Georg Satzinger an der Universität Bonn durchgeführt wurde. Sie zeichnen dank quellenintensiver Grundlagenforschung ein in vieler Hinsicht völlig neues Bild der Auftraggebertätigkeit in einem der wichtigsten geistlichen Fürstentümer des Alten Reiches, das zugleich ein Sonderfall war. Denn über fünf Generationen hin blieb es Sekundogenitur der bayerischen Wittelsbacher, deren Maßstäbe zwischen Bayern, Italien, Frankreich, Spanien und dem Reich sich in komplexer Weise auch am Rhein ausprägten. Dabei stellt sich Joseph Clemens als eine der bedeutendsten Auftraggeberpersönlichkeiten der Jahre um 1700 in Deutschland heraus.

Die um einen gemeinsamen Tafelband ergänzten Einzelbände, die eine umfassende Dokumentation der bekannten und neuentdeckten Schrift- und Bildquellen einschließen, entsprechen den vier Arbeitsschwerpunkten des Projektes.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Forschungen zu Residenzen bzw. zu fürstlicher Kunstpatronage im 17. und 18. Jahrhundert wird damit erstmals das Kurfürstentum Köln, das auch aufgrund der großen Substanzverluste bislang nachhaltig unterschätzt wurde, in umfassender Weise in seinen besonderen Bedingungen erkenn- und verstehbar gemacht.

Die Bände sind als Gesamtpaket wie auch einzeln jeweils zusammen mit dem Tafelband erhältlich.

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